Diäten-Dschungel: Welche Diät funktioniert wirklich? 3 Diäten im Fokus.

Wer kennt es nicht? Man hat die Feiertage mit Familie und Freunden genossen. Man hat viel geredet, gelacht, aber auch geschlemmt. Dann kommt Silvester, man startet in ein neues Jahr und  natürlich hat man sich dafür auch einige der „guten Vorsätze“ ausgesucht. Zum Beispiel: sich mehr bewegen, bewusster leben, sich gesünder ernähren und ja, vielleicht auch das ein oder andere Kilo „zuviel“ loszuwerden. Jeder von uns weiß natürlich, dass sich die Kilos nicht zwischen Weihnachten und Neujahr ansammeln, sondern vielmehr zwischen Neujahr und Weihnachten. Das Ziel ist klar, Gewicht verlieren. Doch es soll nicht nur um das Verlieren von Gewicht gehen, nein auch das Thema Wohlfühlen spielt eine wichtige Rolle. Begibt man sich auf die Suche nach der einen, richtigen Diät, tut man sich schwer im Diäten-Dschungel. Ein Dschungel, der uns besonders nach den Feiertagen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen lässt, da es eine wahnsinnig große Anzahl an Diäten gibt. Ob Formuladiät, Low-Carb-Diät, Detox-Diät, Brigitte-Diät, FDH, Paleo oder Trennkost. Die Auswahl ist enorm. Doch welche Diät ist die richtige für dich? Das kommt ganz auf deinen Typ drauf an.

Gerne möchten wir euch im folgenden 3 der bekanntesten und beliebtesten Diäten vorstellen.

Formuladiäten – trink dich schlank

Unter Formuladiäten versteht man eine Diät mit Mahlzeitenersatzprodukten. Diese ersetzen – wie der Name schon sagt – eine ganze Mahlzeit. Die meisten Formuladiäten werden mit Shakes gemacht. Es gibt sie aber auch in Suppen oder Riegelform. In der Regel unterliegen die Produkte aus Formula Diäten der Diätverordnung, welche sicherstellt, dass alle Nährstoffe nach Empfehlung der DGE enthalten sind, um Unterversorgung zu vermeiden. Mittlerweile gibt es sehr viele Anbieter auf dem Markt, welche solche Diätdrinks anbieten. Almased, Yokebe, Slim Fast sind die wohl die bekanntesten Marken. Aber auch Apotheken und Drogeriemärkte haben mittlerweile ihre eigenen Produkten in den Regalen stehen.

So funktioniert’s: In der ersten Phase wird bis eine Woche lang ausschließlich der Shake, den man sich selbst mit Flüssigkeit zubereitet, getrunken. In der zweiten Phase/Woche wird dann bereits ein Shake wieder durch eine „normale“ Mahlzeit ersetzt. Dafür liefern die Hersteller verschiedene Rezeptvorschläge, die immer auf einer eiweißreichen und kohlenhydratarmen Ernährung basieren. Klar ist: Mit einer solchen Formuladiät, bei der man im Schnitt 1200 Kalorien pro Tag zu sich nimmt, kann man vor allem am Anfang schnell und einfach Gewicht verlieren. Denn in dem man weniger zu sich nimmt, als man verbraucht, erreicht man eine negative Energiebilanz und die Pfunde können purzeln. Eine Formuladiät ist als Einstieg also definitiv eine gute Möglichkeit. Vor allem für Personen, die schnell und einfach Gewicht verlieren möchten und es gerne haben anhand eines Planes zu „fasten“. Klar ist auch, dass solche Diätkonzepte nur funktionieren, wenn mit der Diät auch eine Ernährungsumstellung inklusive regelmäßiger Bewegung stattfindet.

 

Low Carb Diät – weniger ist mehr

Wie der Name schon verrät, nimmt man bei der Low Carb Diät nur eine geringe Menge an Kohlenhydraten zu sich. Man nimmt während der Diät also nur Mahlzeiten aus möglichst viel sättigendem Eiweiß und möglichst wenig bis gar keinen Kohlenhydraten zu sich. Das bedeutet: Finger weg von herkömmlicher Pasta, Brot und Kartoffeln. Dafür sind Proteinquellen wie Fleisch, Fisch und Käse und andere Milchprodukte sowie Gemüse und Nüsse täglich auf dem Speiseplan zu finden. Kurzum: Man streicht die kohlenhydratreichen Lebensmittel und ersetzt sie durch kohlenhydratarme Lebensmittel. Die Low Carb Diät ist eigentlich mehr eine dauerhafte, gesunde Ernährungsumstellung, als eine kurze Blitz-Diät.

So funktioniert’s: Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Low-, nicht um eine No-Carb-Diät. Dabei ist es wichtig welche Art von Kohlenhydraten man zu sich nimmt. Man unterscheidet hier zwischen komplexen und einfach Kohlenhydraten. Produkte aus komplexen Kohlenhydraten enthalten viele Ballaststoffe, machen lange satt und fördern die Verdauung. Dazu zählen zum Beispiel Volkornprodukte, -getreide und auch Hülsenfrüchte. Auf einfache Kohlenhydrate sollte man aber verzichten. Dazu gehören zum Beispiel Weißbrot, Zucker, Softdrinks, Pizza und klassische Pasta. Diese einfachen Kohlenhydrate werden vom Körper schnell aufgespalten und vom Körper mit Hilfe von verstärkt produziertem Insulin in die Zellen transportiert. Das Insulin aber hemmt die Fettverbrennung und sorgt dafür, dass sich Fett -vor allem im Bauchbereich- einlagert. Und: das schnelle Ansteigen des Insulinspiegels sorgt dafür, dass der Blutzucker rapide abfällt. Das macht sich dann bei uns in Form von Heißhungerattacken bemerkbar. Kurz zusammengefasst: reduzieren wir die Kohlenhydrate in unserer täglichen Ernährung, bleibt unser Blutzuckerspiegel auf einem

konstanten Level, Heißhungerattacken werden umgangen, unser Körperfett wird zum Hauptenergielieferant und damit können die Kilos purzeln.

 

Detox-Diät – aktiviere deinen Stoffwechsel

Neben der Formuladiät und der Low-Carb-Diät ist auch die Detox-Diät eine sehr beliebte Diätform. Der Name Detox begegnet uns mittlerweile ständig und überall. Ob in TV, Print oder Online: das Wort Detox stammt vom englischen detoxication ab, das soviel bedeutet wie „Entgiftung“. Detox steht also für entgiften, entschlacken und schlussendlich auch für „sich in seinem Körper wieder wohlfühlen“. Die Detox-Diät zählt zu den Entgiftungsdiäten, die durch den Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel, Weißmehl/Gluten, Zucker oder Hefe nicht nur das Körpergewicht reduzieren, sondern außerdem schädliche Substanzen im Körper abbauen sollen. Diese schädlichen Substanzen, sogenannte Schlacken, bringt unsere oft hektische Zeit mit sich. Ein moderner Lebensstil mit ungesunder, unausgewogener Ernährung, zu viel Stress sowie zu wenig Bewegung ergeben einen unausgeglichenen, oft übersäuerten Körper.

So funktioniert’s: Das Prinzip der Detox Diät ist einfach, sie gleicht vielmehr einer modernen Fastenkur als einer klassischen Diät. Man verzichtet bis zu zwei Wochen völlig auf feste Nahrung. Wichtig ist, dass man seinen Körper während der Diät ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und viel trinkt: 2,5 bis 3 Liter pro Tag werden empfohlen. Wasser, ungesüßte Kräutertees (z.Bsp. Basentee) bietet sich hierfür hervorragend an. Die ersten Tage der Detox-Diät ist für viele nicht einfach, da zum einen ein starkes Hungergefühl auftritt und zum anderen auch Begleiterscheinungen wie leichte Kopfschmerzen oder ein Schwächegefühl auftreten können. Nach zwei bis drei Fastentagen stellt sich der Körper jedoch auf die neue Situation ein und die Beschwerden nehmen langsam ab. Wenn man möchte, kann man eine solche doch radikalere Diät auch vorher mit seinem Hausarzt abstimmen. Nicht jeder Körper ist gleich und reagiert daher auch anders. Man sollte auf seinen Körper hören und ggfs. darauf reagieren. Tipp: Macht man eine solche Detox-Kur zum ersten Mal kann man zum Beispiel auch mit einer kürzeren Fastenzeit von 3 – 5 Tagen starten.

Neben den ca. 3 Litern Flüssigkeit aus Wasser oder ungesüßtem Kräutertee ist auch Gemüsebrühe erlaubt. Sie liefert viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und versorgt den Körper mit Energie. Auch frischgepresste Obst- und Gemüsesäfte sind erlaubt. Nur Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Zucker sind tabu. Auch begleitende Massagen während der Diät können helfen den Körper zu entschlacken. Auch leichte Bewegung wie Spaziergänge an der frischen Luft werden empfohlen. Nur auf anstrengende Sportarten sollte während des Fastens, oder detoxens, verzichtet werden. Gönn dir neben viel Flüssigkeit und reichlich frischer Luft auch genügend Schlaf. Nimm dir Zeit für Ruhepausen in deinem Alltag und unterstütze deinen Stoffwechsel vielleicht auch mit Wechselduschen am morgen. So kommt dein Kreislauf in Schwung, dein Stoffwechsel wird angekurbelt und man fühlt sich von Tag zu Tag fitter und vitaler. Der Stoffwechsel wird aktiviert und die Pfunde können purzeln. Nach der Detox-Zeit von zwei bis drei Wochen, ist es wichtig seinen Körper ganz langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Das bedeutet: starte mit kleinen, leichten Mahlzeiten – zum Beispiel mit Suppen und Salaten. Erst mit der Zeit soll man die Auswahl an Lebensmitteln und natürlich auch die Portionsgröße steigern. Nach einer Woche muss man dann auf kein Lebensmittel mehr verzichten. Um einen langanhaltenden Effekt zu erzielen, sollte man natürlich auch nach der Diät eine gesunde, ausgewogene Ernährung beibehalten.

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